Ein Buch, das nicht wert ist…

28. Juni 2016

Ein Buch das nicht wert ist, zweimal gelesen zu werden,
ist ist auch nicht wert, daß man’s einmal liest.

Jean Paul

(1763 – 1825)

Carolin Emcke erhält den Friedenspreis des Deutschen Buchhandels 2016

26. Juni 2016

Der Stiftungsrat des Friedenspreises des Deutschen Buchhandels hat Carolin Emcke zur diesjährigen Trägerin des Friedenspreises gewählt. Das gab Heinrich Riethmüller, Vorsteher des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels, auf der Hauptversammlung des Verbandes in Leipzig bekannt.
Die Verleihung findet zum Abschluss der Frankfurter Buchmesse am Sonntag, 23. Oktober 2016, in der Paulskirche in Frankfurt am Main statt und wird live im Fernsehen übertragen. Der Friedenspreis wird seit 1950 vergeben und ist mit 25.000 Euro dotiert.

In der Begründung des Stiftungsrats heißt es:
„Den Friedenspreis des Deutschen Buchhandels verleiht der Börsenverein im Jahr 2016 an Carolin Emcke und ehrt damit die Journalistin und Publizistin, die mit ihren Büchern, Artikeln und Reden einen wichtigen Beitrag zum gesellschaftlichen Dialog und zum Frieden leistet. Ihre Aufmerksamkeit gilt dabei besonders jenen Momenten, Situationen und Themen, in denen das Gespräch abzubrechen droht, ja nicht mehr möglich erscheint. Carolin Emcke setzt sich schwierigen Lebensbedingungen aus und beschreibt – vor allem in ihren Essays und ihren Berichten aus Kriegsgebieten – auf sehr persönliche und ungeschützte Weise, wie Gewalt, Hass und Sprachlosigkeit Menschen verändern können. Mit analytischer Empathie appelliert sie an das Vermögen aller Beteiligten, zu Verständigung und Austausch zurückzufinden. Das Werk von Carolin Emcke wird somit Vorbild für gesellschaftliches Handeln in einer Zeit, in der politische, religiöse und kulturelle Konflikte den Dialog oft nicht mehr zulassen. Sie beweist, dass er möglich ist, und ihr Werk mahnt, dass wir uns dieser Aufgabe stellen müssen.“

Die Homepage von Carolin Emcke finden Sie hier.

Die komplette Pressemitteilung können Sie hier nachlesen.

Doku: “ Die Russische Nationalbibliothek (St. Petersburg)“

17. Juni 2016

Seit ihrer Einweihung im Jahr 1814 hat die von Yegor Sokolov entworfene Russische Nationalbibliothek in Sankt Petersburg die turbulente Geschichte des Landes miterlebt. Ihre Mauern behüten ein Reich der Gedanken, das mit großer Sorgfalt und Passion von den Bibliothekarinnen gepflegt wird. Das Echo ihrer Schritte in den labyrinthartigen Gängen unterstreicht die Stille in den meist leeren Lesesälen. In Michael Glawoggers „Die Russische Nationalbibliothek“ kommt die ehrwürdige Bibliothek durch Auszüge aus einigen ihrer größten Schätze zu Wort.

Die knapp halbstündige Dokumentation von ARTE finden Sie hier.

3. Walbaum-Wochenende Weimar zum Thema DDR-Alltagsschrift (2.7.-3.7.)

14. Juni 2016

Das dritte Walbaum-Wochenende widmet sich dem grafischen und typografischen Schaffen der DDR. Der Fokus liegt dabei weniger auf den schon oft thematisierten Druckschriften des VEB Typoart, sondern auf jenen, den Alltag prägenden Schriftanwendungen durch Grafiker und Schildermaler.

Vorträge am Samstag:

Lena Haubner: Makrokosmos im Mikrokosmos – Schrift in der DDR
Von der Antiqua über die Grotesk bis hin zu Fraktur und Rotunda: Der Umgang mit Schrift war in der DDR vielfältig und abwechslungsreich. Der Vortrag unternimmt einen visuellen Streifzug durch vierzig Jahre DDR-Schrift-Geschichte und stellt dabei Arbeiten und Gestalter vor.

14 Uhr Matthias Gubig: Als Typograf im ›Leseland‹ – Über den Umgang mit Grenzen
Matthias Gubig, Typograf und ehemaliger Professor an der Kunsthochschule Weißensee in Berlin, spricht über die Bedingungen unter denen Gebrauchsgrafiker in der DDR mit Schrift arbeiteten.

16 Uhr Fritz Grögel und Andreas Frohloff: Ost / Schrift / Maler
Dieser Vortrag beleuchtet den Beruf des Schrift-, Plakat- und Grafikmalers in Ostdeutschland und die Entwicklung dieses Handwerks über einen Zeitraum von gut fünfzig Jahren.

Workshop am Sonntag:

Die Veranstaltungsteilnehmer drucken mit Original-DDR-Bleisatzschriften unter Leitung des Buchdruckermeister Heinz-Uwe Schmidt im traditionellen Hochdruckverfahren in den Werkstätten der Pavillon-Presse.

Weitere Infos finden Sie hier.
ddrschrift.walbaum-wochenende.de

Schriftenfächer »TypeSelect«

10. Juni 2016

Die Wahl der richtigen Schrift fällt mit der explosionsartig steigenden Zahl der Schriften immer schwerer. Hier kommt das Praxistool für den Alltag mit Schrift, es zeigt 264 klassische und topaktuelle Textschriften großer Foundries. Innerhalb der Kategorien sind die Schriften nach stilistischer Ähnlichkeit sortiert und schräg auf das Blatt gestellt, damit man den direkten Vergleich hat.
Bewusst beschränkte man sich auf Schriften, die für den Satz größerer Textmengen besonders geeignet sind. Zudem wird gezeigt, wenn es vorhanden ist, Kapitälchen, Mediävalziffern, alle Schriftschnitte von extralight bis ultrabold und deren Bezugsquelle.

»TypeSelect« enthält 280 Blätter (Format 5 x 21 cm), die durch eine Buchschraube zusammengehalten werden. Mit dabei ist auch ein transparenter Schuber, der zur Aufbewahrung dient.

Der Schriftenfächer ist für 49,80 Euro direkt beim Verlag Hermann Schmidt Mainz sowie im Fachhandel erhältlich.

TypeSelect – Der Textschriften-Fächer

Gestaltung: Michael Wörgötter
Herausgeber: Verlag Hermann Schmidt Mainz
Umfang: 280 Blatt
Format: 5 x 21 cm
Preis: 49,80 Euro

Weitere Informationen finden Sie hier.

Die »Schönsten deutschen Bücher« 2016 stehen fest

09. Juni 2016

Die Stiftung Buchkunst kürt die diesjährigen schönsten und innovativsten Bücher. Im Jubiläumsjahr der Stiftung konkurrierten rund 800 Einsendungen um die Auszeichnungen.

Im Wettbewerb der »Schönsten deutschen Bücher« wählten zwei Expertenjurys in einem aufwändigen Verfahren die 25 »Schönsten deutschen Bücher« aus. Im Jubiläumsjahr der Stiftung, die 2016 ihren 50. Geburtstag feiert, wurden 788 Titel eingesandt.

In jeder der fünf Kategorien »Allgemeine Literatur«, »Fachbücher, Wissenschaftliche Bücher, Sachbücher, Schulbücher«, »Ratgeber«, »Kunstbücher, Fotobücher, Ausstellungskataloge« und »Kinderbücher, Jugendbücher« gibt es fünf Preisträger.

Die 25 »Schönsten deutschen Bücher« sind vorbildlich in Gestaltung, Konzeption und Verarbeitung und zeigen eine große Bandbreite gestalterischer und herstellerischer Möglichkeiten. Die Auswahl berücksichtigt auch das leisere, solide gemachte Lesebuch. Die prämierten Bücher setzen Zeichen und zeigen wichtige Trends und Strömungen der deutschen Buchproduktion.

Der mit 10.000 Euro dotierte »Preis der Stiftung Buchkunst wird am 8. September 2016 im Rahmen der großen Preisverleihung in Frankfurt am Main bekannt gegeben. Er wird von einer dritten Jury aus den 25 »Schönsten deutschen Büchern« ausgewählt.

Auch im zweiten Wettbewerb »Förderpreis für junge Buchgestaltung« stehen die Gewinner fest. Um die drei mit je 2.000 Euro dotierten Preise konkurrierten 176 Einsendungen. Dieser Wettbewerb der Stiftung Buchkunst zeichnet besonders innovative und zukunftsweisende Konzepte aus, die das Medium Buch weiterentwickeln.

Den 50. Geburtstag feiert die Stiftung Buchkunst u. a. mit einem Jubiläumsprogramm im Rahmen der Frankfurter Buchmesse (19. – 23. Oktober 2016). Im »Fenster zur Stadt« (Braubachstraße 18, 60311 Frankfurt) wird es eine Sonderausstellung mit prämierten Bücher-Perlen der letzten 50 Jahre geben. Zur Vernissage am 19. Oktober 2016 erscheint eine limitierte Jubiläums-Festschrift.

Die prämierten Bücher der diesjährigen Wettbewerbe, die Shortlist sowie weitere Informationen finden Sie hier.

Doku: Der Bestseller-Code

02. Juni 2016

Der Buchmarkt Deutschland ist ein hart umkämpftes Milliardengeschäft. Knapp 100.000 neue Bücher erscheinen jedes Jahr. Die Stars der Branche bringen ihren Verlagen satte Gewinne. Doch nur die wenigsten schaffen es auf die Bestseller-Liste. Was ist das Geheimnis des Erfolges – das Geheimnis, nach dem Autoren, Verleger und Talentscouts mit jedem neuen Titel suchen? Kann man Erfolg wirklich planen? Gibt es am Ende so etwas wie einen Bestseller-Code? Die beiden Dokumentarfilmer Nicolas Kreutter und Frank Diederichs haben sich auf die Suche danach gemacht, und sie haben überraschende Antworten gefunden.

Die Dokumentation der ARD finden Sie hier.

13. Lange Nacht der Bücher am 3. Juni in Marburg

30. Mai 2016

Die Marburger Buchhandlung Roter Stern veranstaltet am Fr. den 3. Juni wieder die lange Nacht der Bücher:

– Buchtipps für den bevorstehenden Sommer
– Schöne Livemusik von „Die Zwei“ (Gitarre & Klarinette)
– Natürlich Wein, Bier und andere Getränke
– Und wenn es das Wetter zulässt, können wir auch draußen sein.

Symposium: Dialog der Schrift: Offenes Buch

29. Mai 2016

In diesem Jahr findet bereits zum fünften Mal der »Dialog der Schrift« statt, ein Symposium des Lehrgebiets Typografie und Gestaltung an der Muthesius Kunsthochschule in Kiel. Im Zentrum dieser Veranstaltung steht die Auseinandersetzung mit dem Medium Schrift. Alle zwei Jahre lädt die Hochschule dazu internationale Gestalter, Künstler und Theoretiker ein, die sich mit einem bestimmten Thema beschäftigen. Begleitet wird das Symposium jeweils von einer Ausstellung, in der studentische Arbeiten der letzten zwei Jahre gezeigt werden. Der diesjährige »Dialog der Schrift« steht im Zeichen des Buches.

»Offenes Buch« lautet das Thema, mit dem sich die Vortragenden vom 2.–4. Juni beschäftigen werden. Die vielfältigen Aspekte des Buches und seiner Form, das Gestalten, Sammeln und Publizieren von Büchern, sowie das Buch als Träger und Vermittler von Sprache werden neben weiteren Themenfeldern Gegenstand der Untersuchung sein.

Kuratiert und organisiert wird der »Dialog der Schrift« von Jona Bähr, Talea Büscher, Charlotte Gosch, Insa Kühlcke-Schmoldt und Nina Massow; betreut von Prof. André Heers und Prof. Annette le Fort.

Wo
Schleswig-Holsteinische Landesbibliothek
Sartori & Berger-Speicher
Wall 47/51
24103 Kiel

Wann
2.–4. Juni 2016

Was
Donnerstag, 02. Juni
19:00 Uhr: Eröffnung durch Dr. Arne Zerbst, Präsident der Hochschule

Freitag, 03. Juni
10:00 Uhr: Delphine Bedel
11:30 Uhr: Bernd Kuchenbeiser
13:00 Uhr: Pause
14:00 Uhr: Antoine Lefebvre
15:30 Uhr: Prof. Oswald Egger

Samstag, 04. Juni
11:00 Uhr: Dr. Marcus Coelen
12:30 Uhr: Prof. Ulrike Stoltz
14:00 Uhr: Pause
15:00 Uhr: Bernhard Cella

Abschlussfeier mit Musik von Norman Hemley

Das ausführliche Programm und finden Sie hier.

Ausstellung: „Von Hand geschriebene Briefe“

19. Mai 2016

Die Ausstellung vereint Briefe von den 1940er Jahren bis in die ersten Jahre des 21. Jahrhunderts, die von Grafikern, Typografen, Schriftgestaltern und Verlegern geschrieben wurden. Gezeigt werden sie weniger wegen ihres Inhalts, sondern vielmehr wegen ihrer Schrift. Es handelt sich um Handschriften, deren Schreiber sich mit der Schriftreform des Engländers Alfred Fairbank (1895–1982) beschäftigt und nach dessen Vorlagen ihren eigenen handschriftlichen Ausdruck geformt haben.

Die in der Ausstellung präsentierten Briefe von Alfred Fairbank, Anna Hornby, Paul Standard, Jan van Krimpen, Jan Tschichold, Hans Schmoller, Max Caflisch und Gerrit Noordzij und anderen an Walter Käch, Rudolf Hostettler, Jost Hochuli und Jan Tschichold zeigen die Rezeption der schriftreformerischen Ideen Alfred Fairbanks und belegen die Vielgestaltigkeit der Umsetzung.

Die Ausstellung umfasst rund 40 Briefe, die einer Privatsammlung mit etwa 400 handgeschriebenen Briefen entstammen. Kuratiert wurde die Schau vom Schweizer Grafiker und Buchgestalter Jost Hochuli.

Zu sehen ist die Ausstellung noch bis zum 3. Juli im Museum für Druckkunst Leipzig.