Text@Art – Die literarische Veranstaltungsreihe in Frankfurt

09. Dezember 2016

Es gibt einen neuen Veranstaltungstip!

Silke Scheuermann & Alexander Paul Englert „Traumdiebstähle“ (Edition Faust)
Moderation: Harry Oberländer

Datum: 13. Dezember 2016 // 19:30 Uhr
Ort: Galerie Bernhard Knaus Fine Art, Niddastr. 84, 60329 Frankfurt am Main – 1. Etage
Eintritt: 5 € / 3 €
Kartenreservierung beim Kulturamt Frankfurt am Main unter 069-212 36 439, Restkarten an der Abendkasse

ZUM BUCH
In der Abgeschiedenheit eines entlegenen Hotels entfalten die Schriftstellerin Silke Scheuermann und der Fotograf Alexander Paul Englert eine fantastische Geschichte um die brüchige Grenze zwischen Traum und Wirklichkeit.Text und Fotografie gehen in diesem Buch eine vielfältige und spannungsreiche Symbiose ein, sie ergänzen und durchdringen einander, fordern sich gegenseitig heraus.

ZU DEN BETEILIGTEN
Silke Scheuermann lebt in Offenbach am Main und verfasst Gedichte und Prosa. In diesem Sommer erschien bei Schöffling & Co. ihr Roman „Wovon wir lebten“. Zuletzt wurde sie mit dem Bertolt-Brecht-Literaturpreis 2016 und dem Robert-Gernhardt-Preis 2016 ausgezeichnet.

Alexander Paul Englert lebt und arbeitet als Künstler und freier Fotograf in Frankfurt am Main. Seine Fotografien waren bei Ausstellungen unter anderem in Wien, Toronto, Rabat, Casablanca und im chinesischen Guangzhou zu sehen.

Der Lyriker Harry Oberländer war langjähriger Mitarbeiter und zuletzt Geschäftsführer des Hessischen Literaturforums im Mousonturm. 2015 veröffentlichte er den Gedichtband „chronos krumlov“ (Edition Faust).

Das E-Book – der kleine Bruder des Buches

07. Dezember 2016

Im Jahr 1998 prognostiziert Michael Goldhaber in Telepolis für das E-Book folgendes: »Plötzlich kommt das elektronische Buch in vielen Versionen. Zusammen führen sie zu gewaltigen Veränderungen in den Beziehungen zwischen Autoren, Lesern, Verlagen, Buchhandlungen, Bibliotheken und Rezensenten, also der gesamten Welt des Buches oder einfach der ganzen Welt. Das herkömmliche Buch mit den Seiten aus Papier kann bereits auf dem Weg sein, ein nostalgisches Objekt zu werden […].«

Doch wie steht es tatsächlich heute um das E-Book? Ist das Buch ein „nostalgisches Objekt“?

Wie ich es bereits in meinem ersten Artikel erwähnt habe, wurde das erste elektronische Buch im Jahr 1988 auf einer Floppy-Disk produziert. Zu Beginn der Entwicklung sah die Druckindustrie keine ernsthafte Konkurrenz in den E-Books, da einfach das Buch mit seinen haptischen Eigenschaften und als Kulturgut einen höheren Wert besaß. Das Buch war fest im Markt und der Gesellschaft etabliert, sodass das E-Book wirtschaftlich ein Nischenprodukt darstellte.

Der Markt um das E-Book ist vor allem in den vergangenen Jahren enorm expandiert. So gut, wie jedes Buch, das in den vergangenen Jahren erschienen ist oder jetzt veröffentlicht wird, kann man auch als E-Book erhalten. Viele Bücher werden auch ausschließlich als E-Book publiziert, da es mit wesentlich geringeren Kosten verbunden ist. Sicherlich bringt das E-Book auch weitere Vorteile mit sich: die Reader sind praktikabel – im Urlaub muss man anstatt der drei schweren Lektüren nur ein handliches Gerät mitschleppen, E-Books sind günstiger, manche Lesegeräte haben auch eine Vorlesefunktion, die Schriftgröße ist nach belieben verstellbar und und und…

Doch zeigt eine Studie von Statista aus dem Jahr 2016, dass gerade mal 2% der Teilnehmer nur E-Books lesen. Dagegen gaben 43% der Befragten an, dass sie ausschließlich gedruckte Bücher lesen würden. Auch lag laut GfK Consumer Panel Media Scope Buch der Umsatzanteil von E-Books im deutschen Publikumsmarkt 2015 bei 4,5%.

Können Buchhandlungen und Druckhäuser also aufatmen?

Wir können nur ahnen, wie der Buchmarkt sich entwickeln wird und wie die kommenden Generationen mit dem Medium Buch umgehen werden. Doch hoffe ich, dass der Wert eines Buches niemals verloren gehen wird.
Anhand der Statistik können wir glücklicherweise feststellen, dass der Trend zum Buch deutlich beibehalten wird und dass Herr Goldhaber mit seiner Vermutung nicht ganz Recht behalten hatte!
Ich sehe das E-Book als den kleinen Bruder des Buches, der immer zum älteren Bruder hinaufschaut und versucht, so wie er zu sein – das große Idol. Doch ist der große Bruder immer einen Schritt voraus….

Von der Papyrusrolle zum E-Book

04. Dezember 2016

In der Blütezeit der Philosophenschulen in Athen, also etwa im 4. Jahrhundert v. Chr., gab es bereits einen großen Bestand von Büchersammlungen. Doch ähnelten sie nicht unserem heutigen Buch, sondern als Buch verstand man eine Papyrusrolle. Zu dieser Zeit wurde sie teilweise von Sklaven hergestellt. Wussten Sie, dass die ersten griechischen Papyrusrollen in Ägypten gefunden wurden?

Im Mittelalter übernahmen dann schließlich die Mönche die Buchproduktion und erstellten viele Kopien für die Klöster, aber auch für Auftraggeber. Während erst im späten Mittelalter sich der Beruf des Schreibers entwickelte, kam auch das Papier erst im 14. Jahrhundert als Beschreibstoff hinzu.

Die rettende Lösung, um die aufwendige Arbeit der Schreiber zu erleichtern, brachte dann im 15. Jahrhundert Johannes Gensgleisch, auch bekannt als Gutenberg. Er ist der Erfinder des modernen Buchdrucks mit beweglichen Metalllettern und der Druckpresse. Die Revolution des Buches wurde eingeleitet! Von diesem Zeitpunkt an, war eine schnelle, billige und in größeren Mengen produzierbare Auflage möglich. Das gedruckte Wort etablierte sich bald in den Alltag der Menschen.

Im 16. Jahrhundert wurden dann die Themen von Büchern erweitert. Neben religiösen und wissenschaftlichen Werken, wurden auch volkstümliche Bücher, Ständebücher oder auch Frauentrachtenbücher Bücher hergestellt. Auch Flugblätter und Flugschriften wurden Teil des gesellschaftlichen Lebens. Sie berichteten über Nachrichten, Gerüchte, Haushaltstipps usw. Da es zu dieser Zeit noch viele Analphabeten gab, wurden die Nachrichten meist laut vorgelesen.
Das 18. Jahrhundert brachte schließlich gravierende Neuerungen in der Buchproduktion mit sich, die sich auf die Qualität, die Ausstattung und die Produktionstechniken auswirkten.

Auch heute hat sich das Buch noch einmal weiterentwickelt bzw. sich von seinen Wurzeln enthoben – über das digitalisierte Buch bis hin zum E-Book. Doch wie steht es um das E-Book? Wurde mit der Digitalisierung eine weitere „Buchrevolution“ ausgelöst? Das möchte ich gerne in dem nächsten Beitrag genauer untersuchen…

Haruki Murakami gewinnt Hans-Christian-Andersen-Literaturpreis 2016

02. Dezember 2016

Der Hans-Christian-Andersen-Literaturpreis ist ein internationaler Literaturpreis, der seit 2007 alle zwei Jahre durch ein Komitee vergeben wird. Austragungsort ist die dänische Stadt Odense, wo auch dieses Jahr der japanische Schriftsteller Haruki Murakami angereist ist, um den Preis persönlich entgegenzunehmen. Mit dem Preis sollen Schriftsteller gewürdigt werden, deren Texte mit Hans Chrstian Andersens Namen und Lebenswerk aufgrund genrespezifischer Verwandtschaft oder erzähltechnischer Merkmale verknüpft werden können. Der Gewinner erhält 500.000 Kronen, also etwa 64.000€, die Bronzeplastik Das hässliche Entlein und eine Urkunde mit dem Titel The Beauty of the Swan.

Haruki Murakamis Werk wurde millionenfach in rund vierzig Sprachen verbreitet. Die Verbindung von Andersen und Murakami sieht die dänische Literaturprofessorin Anne-Marie Mai in dem ausgeprägten Sinn für das Magische und das Spirituelle im Alltäglichen.

Einen ausführlichen Artikel zu dem Autor finden Sie hier!

 

 

Vom geschriebenen Text bis zum fertigen Buch – Was passiert da eigentlich?

26. November 2016

Tagtäglich stolpern wir über Bücher – sei es das Kochbuch, das Fachbuch oder der Roman, den wir gerade lesen. Wir halten es als selbstverständlich in den Händen und schlagen Seite für Seite auf. Doch wie oft haben Sie sich schon gefragt, welche Arbeit eigentlich dahinter steckt? Welche Herstellungsprozesse dieses eine Buch durchlaufen hat, bis es schließlich unser Eigentum werden konnte?

Im Fachjargon bezeichnet man die Buchherstellung als Verlagsherstellung und meint damit alle Schritte zur materiellen Produktion eines Verlagsproduktes. Dehnt man den Begriff noch etwas weiter aus, gehören auch die Planung, Koordination und die Kontrolle des Herstellungsprozesses dazu. Die materielle Produktion kann man in vier Arbeitsschritte unterteilen: Gestaltung, Verarbeitung der Druckdateien, Druck und zuletzt Bindung und Ausstattung.

1. Die Gestaltung

Im ersten Schritt werden die grundlegenden Dinge festgelegt, das heißt, das Layout der verschiedenen Buchkomponenten wie Umfang, Format, Papier und Einbandart. Häufig wird in dieser Phase auch der Buchumschlag von einem Grafiker in Absprache mit Autoren bzw. Herausgebern, Lektorat und der Marketingabteilung entworfen. Es wird ein Musterlayout für den Innenteil, das Satzspiegel, Rastersystem und Typografie entwickelt. Die sogenannten „nativen Dateien“ der Satz- und Layoutprogramme werden für den Druck in PDF-Dateien umgewandelt.

2. Die Verarbeitung der Druckdateien

Während eines Datenchecks wird unter anderem geprüft, ob die Farbräume korrekt zugewiesen wurden und alle Bilddaten die erforderliche Auflösung haben. Die Druckvorstufe führt anschließend eine Reihe an Kontrollen durch, wobei geprüft wird, ob die Kohärenz von Rändern, Zeilenbreite, Register usw. für den Buchtext korrekt ist. Auch die Bilddaten werden retuschiert, freigestellt und beschnitten.

3. Der Druck

Ein Buch kann im Offset- oder im Digitaldruck hergestellt werden. Für die Wahl des Druckverfahrens sind Faktoren wie die Auflage, der Wunsch einer individuellen Fertigung, die Wahl der Farben, Zeit und Kosten relevant. Für kleinere Auflagen wird meist der Digitaldruck gewählt, wobei damit auch die Fertigung eines einzelnen Exemplares möglich ist. Auch bringt der Digitaldruck eine kürzere Produktionszeit mit sich. Der farbige Druck erfolgt meist nach dem CMYK-Verfahren, der natürlich einen höheren Aufwand bedarf, als der reine Schwarzdruck. Mithilfe der Proofs wird das Druckbild direkt an der Druckmaschine geprüft und ggf. korrigiert. Der Einbanddruck erfolgt im Offsetdruck. (Entweder im herkömmlichen Offsetdruck mit 4 oder 5 Farben oder im Offsetdruck mit spezifischer Flüssigfarbe)

4. Bindung und Ausstattung

Während des Drucks entstehen die sogenannten Rohbögen, die beim Buchbinden gefalzt, gebunden, beschnitten und mit dem Einband zusammengefügt und verklebt werden. Bei dem Einband kann man zwischen Hard- oder Softcover entscheiden. Weiter differenziert man zwischen dem Hardcover mit Schutzumschlag, dem Hard- bzw. Softcover mit Fadenbindung oder mit Metall-Spirale usw. Zum Schutz werden die fertigen Bücher eventuell noch mit einer Folie überzogen. Industriell gefertigte Einbände werden als Verlagseinband bezeichnet.

Und zum Schluss gelangt das Buch über die entsprechenden Vertriebsmöglichkeiten zu uns nach Hause.

Diese kurze Beschreibung der einzelnen Arbeitsschritte verdeutlicht, welcher Aufwand und Meisterakt hinter einer Buchherstellung steckt und wie viele unterschiedliche Entscheidungen getroffen werden müssen.

Ein Buch ist eben nicht nur ein Buch, sondern ein Wertgegenstand, der uns hinzu einen besonderen Inhalt liefert!

Text@Art – die literarische Veranstaltungsreihe in Frankfurt

24. November 2016

Die Winterzeit bringt nicht nur Kälte und Nässe mit sich, sondern auch die Gelegenheit bei grauem Himmel mal wieder die Museums- und Galerielandschaft zu genießen. Auch die Literatur hat Einzug in den Kunstbetrieb erhalten und nutzt die Räumlichkeiten als Plattform, um mehr Menschen zu erreichen und zur Förderung von jungen Autoren. Das Kulturamt Frankfurt am Main veranstaltet in Kooperation mit der Galerie Bernhard Knaus eine literarische Vernissage, bei der interessante Neuerscheinungen von Autorinnen und Autoren vorgestellt werden:

Donnerstag, 8. Dezember, 19.30 Uhr
Freddy Langer „Route 66. Reisen auf der berühmtesten Straße der USA“

Freddy Langer kennt die legendäre Route 66, hat direkt an der Strecke gelebt und ist sie immer wieder gefahren. Jetzt hat er die Tour von Chicago nach Los Angeles noch einmal unternommen – mit seinen Erinnerungen im Kopf und der Gegenwart fest im Blick. So führt die Reise nicht nur durch acht Bundesstaaten, sondern zugleich in die Kulturgeschichte eines Raumes, der im Kino, in der Kunst oder der Werbung nicht zufällig immer wieder als Metapher für Freiheit gebraucht wird. In der Tradition bester Reiseliteratur wechselt sein Text zwischen Impressionen, Begegnungen und Analysen. Mit eigenen Aufnahmen ist er opulent illustriert.
Eine Veranstaltung des Kulturamtes Frankfurt am Main in Kooperation mit der Galerie BERNHARD KNAUS FINE ART GmbH / Mit freundlicher Unterstützung von maison lanz weinhandel e.k.
Ort: Galerie Bernhard Knaus Fine Art
Eintritt: 5,- / 3,- (Kartenreservierung beim Kulturamt Frankfurt am Main unter 069-212 36 439, Restkarten an der Abendkasse)

Dienstag, 13. Dezember, 19.30 Uhr

Text@Art 
Silke Scheuermann und Alexander Paul Englert 
“Traumdiebstähle. Ein Bildband mit Fotografien von Alexander Paul Englert und einer Erzählung von Silke Scheuermann“ (Edition Faust)

Moderation: Harry Oberländer

Eine Veranstaltung des Kulturamtes Frankfurt am Main in Kooperation mit der Galerie BERNHARD KNAUS FINE ART GmbH / Mit freundlicher Unterstützung von maison lanz weinhandel e.k.
Ort: Galerie Bernhard Knaus Fine Art
Eintritt: 5,- / 3,- (Kartenreservierung beim Kulturamt Frankfurt am Main unter 069-212 36 439, Restkarten an der Abendkasse)

Weitere Informationen und literarische Veranstaltungstips finden Sie auf der Facebook-Seite von Text@Art.

Die Tradition der Kunsteinbände

19. November 2016

Jedes Buch kann so individuell gestaltet werden, wie sein Inhalt. Die Tradition der kunstvollen Einbände reicht dabei weit in die Vergangenheit zurück. Sicherlich stand dabei anfangs noch der Zweck im Vordergrund, wobei der Einband als Schutz der Schriftstücke dienen sollte. So wird geschrieben, dass die ersten simplen Einbände aus zwei Holztäfelchen hergestellt wurden, die wenige Lagen Pergament umfassten, die wiederum durch Schnüre im Falz zusammengehalten wurden. Zur Zeit der Antike verwendete man auch Ziegen- oder Schafsleder für den Einband. Später wurde eine Technik entwickelt, bei der die Holzdeckel mit Leder überzogen wurden. In der Renaissance wurden die Holzdeckel dann allmählich durch Pappdeckel abgelöst, wodurch man kleinere Formate herstellen konnte.
Im Mittelalter begann man die Einbände zu färben und zu verzieren. Durch Materialien wie Elfenbein, Edelmetalle, Edelsteine und kostbare Stoffe wurden die sogenannten Prachteinbände von überwiegend sakralen Büchern geschmückt. Mit dem Blinddruck, der schon aus der Spätantike bekannt ist und die älteste, handwerkliche Technik der Einbandverzierung ist, konnten Muster, Motive oder auch Schrift auf die Leder- und Pergamenteinbände eingeprägt werden. Im Mittelalter verwendete man dafür noch Stempel und Streicheisen, die ältesten Werkzeuge des Buchbinders. Mit der Zeit wurden die Techniken verfeinert und die Schmuckformen variierten in jeder Epoche durch die verschiedensten Einflüsse von Kultur und Kunst.
Die Einbandkunst hat sich glücklicherweise bis heute als Handwerkskunst durchgesetzt, wobei sich dabei keine genaue Stilrichtung mehr herauskristallisiert – den experimentellen und zeitgenössischen Einbände sind keine Grenzen mehr gesetzt. GanzbandHalbbandPappband oder auch Dekortechnik – diese Begriffe gehören in der Buchbinderei zur Alltagssprache. Auf der Internetseite der Meister der Einbandkunst – Internationale Vereinigung e.V. können Sie sich inspirieren lassen…

Unsere neue Bloggerin stellt sich vor

17. November 2016

Hallo liebe Leser und Leserinnen,

mein Name ist Linn Mertgen und ich bin die neue Bloggerin von buchbemerkungen.de. Ich werde Sie weiterhin über die vielfältige und faszinierende Welt des Buches und der Buchbinderei sowie über aktuelle Ereignisse rund um das Thema informieren.

Sie finden auf diesem Blog bereits eine Vielzahl an tollen Artikeln, doch stellt man schnell fest, dass die Flut an Informationen, Entwicklungen und Erneuerungen auch bei solch einem altem Kulturprodukt wie dem Buch nicht abflacht – selbst die Digitalisierung hat davor keinen Halt gemacht. Bereits im Jahr 1988 wurde das E-Book in den Markt eingeführt. Der erste Roman, den man am Computerbildschirm lesen konnte, war Mona Lisa Overdrive von William Gibson.

Hätten Sie das gewusst?

Auch brauch das Buch nicht mehr unbedingt den klassischen Buchhandel, um den Leser zu erreichen. Durch die Digitalisierungstechnologien und die entsprechenden Vertriebskanäle ist der Kauf eines Buches von zu Hause aus möglich. Sicherlich sind das keine neuen Erkenntnisse, doch denke ich, dass es sich lohnt, dort mal genauer hinzuschauen.

Wie wird diese Verschiebung in der Zukunft aussehen? Welche Tendenzen kann man feststellen?

Diese und noch viele weitere Fragen und Anregungen möchte ich hier gerne in der kommenden Zeit diskutieren. Ich freue mich auf das Schreiben!

Verleihung des Friedenspreises des Deutschen Buchhandels

31. Oktober 2016

Wenn Sie die Verleihung des Friedenspreises im Fernsehen verpasst haben, finden Sie hier die Dankesrede der diesjähigen Preisträgerin: Carolin Emcke.

Papego ist das Content-Start-up des Jahres 2016

26. Oktober 2016

Karl-Ludwig von Wendt hat die Jury überzeugt. Der Gründer von Papego (www.papego.de) hat das Rennen um den Preis „Content-Start-up des Jahres“ gemacht. Die Papego-App ermöglicht es, gedruckte Bücher auf dem Smartphone oder dem Tablet weiterzulesen. Nutzer müssen dazu lediglich die zuletzt gelesene Seite ihres Buches mit dem Handy fotografieren und können dann bis zu 25% des Buchs mobil weiterlesen. Umgekehrt zeigt die E-Reading-App die Seitenzahlen des Papierbuches an. Papego-fähige Bücher erscheinen bereits bei Piper und im Berlin Verlag.

Die Jury von CONTENTshift, dem Branchen-Accelerator der Börsenvereinsgruppe, wählte das Start-up am 20.10. auf der Frankfurter Buchmesse. Zuletzt standen noch sechs Start-ups auf der Shortlist des Förderprogramms. Papego gewinnt als Content-Start-up des Jahres eine Förderprämie in Höhe von 10.000 Euro.

Die Jury betont in ihrer Begründung die Vielseitigkeit des Geschäftsmodells. Jurysprecher Michael Adam: „Papego hat das Potential ein Branchenstandard zu werden – national wie international. Mit Papego gelingt ein wichtiger Brückenschlag zwischen analogem und physischem Produkt.“