Neuer Auftritt für Google Fonts

26. September 2016

Googles Webservice und Downloadportal für kostenlose Schriften startete 2010 mit nur 14 Familien. Seitdem wächst das Schriftenportal ständig und liefert mittlerweile Fonts aus über 800 Familien über 15 Milliarden Mal am Tag aus.

Auf Basis von Googles eigenen Designstandards (»Material Design«) erfolgte nun eine umfassende Aktualisierung, die unter der neuen Adresse fonts.google.com erreichbar ist.

 

Gebrauchsgraphik 1924-1943 online verfügbar

23. September 2016

Das seit 1924 erschienene Magazin »Gebrauchsgraphik« zählte zu den führenden Designzeitschriften des 20. Jahrhunderts und war ein Vorreiter auf diesem Gebiet. Zunächst erschien das Magazin in Berlin, ab 1950 dann in München, wo dieses Erbe unter der aktuellen Bezeichnung »novum – World of Graphic Design« im Stiebner Verlag fortgeführt wird. Durch den langen Bestand bildet das Magazin eine einzigartige Dokumentation der internationalen Trends im Grafikdesign, der Werbung, der Typografie und angrenzender Gebiete.

Unter design.illustrierte-presse.de sind nun hochwertige Digitalisate von Ausgaben zwischen 1924 und 1943 verfügbar. Die Digitalisierung erfolgte anlässlich des 90-jährigen Bestehens des Heftes durch die Sächsische Landesbibliothek – Staats- und Universitätsbibliothek Dresden (SLUB) in Zusammenarbeit mit der Universität Erfurt und dem Münchner Stiebner Verlag. Teil des Projektes sind nicht nur die vollständige Zurverfügungstellung der Digitalisate, sondern auch eine Volltexterschließung und Verschlagwortung, um die Recherche zu vereinfachen.

Deutscher Buchpreis 2016: Die sechs Finalisten

20. September 2016

Die Jury hat sechs Romane für die Shortlist des Deutschen Buchpreises 2016 ausgewählt.

„Von Stille bis Gewalt: Die Romane der diesjährigen Shortlist decken ein breites inhaltliches Spektrum ab, doch sie eint eine starke Bodenhaftung, der unmittelbare Bezug zur beobachteten Realität. In harten, kontroversen Gesprächen haben wir um die sechs Autorinnen und Autoren der Shortlist gerungen. Nun aber sind wir zuversichtlich, mit der Shortlist eine Auswahl von Titeln zusammengefügt zu haben, die sowohl die unbestrittene Qualität dieses Bücherjahres als auch die unterschiedlichen Ansätze, sich der Welt und deren Beschreibungsmöglichkeiten zu nähern, widerspiegelt“, sagt der freie Kritiker Christoph Schröder, Sprecher der Jury für den Deutschen Buchpreis 2016.

Die sieben Jurymitglieder haben seit Ausschreibungsbeginn 178 Titel gesichtet, die zwischen Oktober 2015 und dem 20. September 2016 erschienen sind.

Die nominierten Romane:

  • Reinhard Kaiser-Mühlecker: Fremde Seele, dunkler Wald (S. Fischer, August 2016)
  • Bodo Kirchhoff: Widerfahrnis (Frankfurter Verlagsanstalt, September 2016)
  • André Kubiczek: Skizze eines Sommers (Rowohlt Berlin, Mai 2016)
  • Thomas Melle: Die Welt im Rücken (Rowohlt Berlin, August 2016)
  • Eva Schmidt: Ein langes Jahr (Jung und Jung, Februar 2016)
  • Philipp Winkler: Hool (Aufbau, September 2016)

ZDF-aspekte“-Literaturpreis 2016: Fünf Bücher im Finale

20. September 2016

Das Finale des ZDF-„aspekte“-Literaturpreises für das beste literarische Debüt des Jahres 2016 haben fünf Romane erreicht: „Nachts ist es leise in Teheran“ von Shida Bazyar, „Wir kommen“ von Ronja von Rönne, „Der Fuchs“ von Nis-Momme Stockmann, „Vor der Zunahme der Zeichen“ von Senthuran Varatharajah sowie „Hool“ von Philipp Winkler.

Der Preisträger oder die Preisträgerin des diesjährigen ZDF-„aspekte“-Literaturpreises wird am Freitag, 7. Oktober 2016, in „aspekte“ bekannt gegeben.

Mitglieder der aktuellen Jury sind Jana Hensel (Autorin), Ursula März (Die Zeit), Daniel Fiedler (Redaktionsleiter ZDF Kultur Berlin) und Volker Weidermann („Das Literarische Quartett“, Der Spiegel).

Die Preisverleihung findet am Donnerstag, 20. Oktober 2016, 11.30 Uhr, am ZDF-Stand im Rahmen der Frankfurter Buchmesse statt.

Das ZDF vergibt den „aspekte“-Literaturpreis seit 1979 für das beste deutschsprachige Prosa-Debüt. Er ist mit 10 000 Euro dotiert. Der Preis war in der Vergangenheit fast immer Start einer großen literarischen Karriere. Mit ihm wurden Autoren wie Thomas Hürlimann, Ingo Schulze, Zoë Jenny, Stefan Thome, Eugen Ruge, Hanns-Josef Ortheil, die spätere Büchnerpreisträgerin Felicitas Hoppe und die spätere Literaturnobelpreisträgerin Herta Müller ausgezeichnet.

Neuer Mainzer Stadtschreiber gewählt: Abbas Khider ist der 33. Träger des Literaturpreises von ZDF, 3sat und der Stadt Mainz

19. September 2016

Abbas Khider wird der Mainzer Stadtschreiber des Jahres 2017. Khider, 1973 in Bagdad geboren und wohnhaft in Berlin, ist der 33. Träger des von ZDF, 3sat und der Stadt Mainz vergebenen renommierten Literaturpreises. Zum ersten Mal wurde der Mainzer Stadtschreiber-Preis 1985 an die Schriftstellerin Gabriele Wohmann verliehen. Abbas Khider wird, wie seine Vorgänger Feridun Zaimoglu und Clemens Meyer, gemeinsam mit dem ZDF eine Dokumentation nach freier Themenwahl produzieren und die Stadtschreiberwohnung im Mainzer Gutenberg-Museum beziehen. Die Verleihung des mit 12 500 Euro dotierten Preises ist für März 2017 geplant.

© obs/ZDF/Peter Hassiepen

© obs/ZDF/Peter Hassiepen

 

Abbas Khider kennt sich aus mit Repression, mit Flucht und Vertreibung, mit Heimatlosigkeit und Hoffnungen auf ein neues Leben. Der deutsch-irakische Schriftsteller, der von Anfang an auf Deutsch schrieb, erzählt in einer musikalischen und schlanken Sprache, so die Jury des Mainzer Stadtschreiber-Preises, tragikomische, erschütternde und anrührende Geschichten von Menschen, die unter Verfolgung und Vertreibung leiden müssen. Er verleiht mit Sensibilität, Humor und Sympathie den Heimatlosen eine authentische, unüberhörbare Stimme.

Khider wuchs in Bagdads Viertel Saddam-City als Sohn eines Dattelhändlers auf. Als Abiturient wurde er wegen politischer Aktivitäten gegen das Regime Saddam Husseins verhaftet und von 1993 bis 1995 inhaftiert und gefoltert. Nach seiner Flucht aus dem Irak ersuchte er im Jahr 2000 Asyl in Deutschland. Von 2005 bis 2010 studierte er in München und Potsdam Literatur und Philosophie. Seit 2007 ist Khider deutscher Staatsbürger. In seinem Romandebüt „Der falsche Inder“ (2008) verarbeitete er seine jahrelange Odyssee als Flüchtling. 2011 folgte der Roman „Die Orangen des Präsidenten“, in dem Khider ein erschütterndes Bild des Irak zwischen Gefängnishölle und behüteter Kindheitsidylle zeichnete. Mit „Brief in die Auberginenrepublik“ (2013) entwarf Khider ein vielstimmiges Panorama arabischer Zustände und Stimmen. 2014 leitete Khider eine Schreibwerkstatt in Kairo, nachdem er schon 2011 in der ägyptischen Kapitale recherchiert hatte und sich an den Protesten gegen das Mubarak-Regime beteiligte. 2016 erschien sein aktueller Roman „Ohrfeige“, der abermals sofort auf große Aufmerksamkeit bei Kritik und Lesern stieß. Khider schildert mit Sinn für Melancholie und Groteske, wie eine Gruppe von Asylbewerbern Anfang der 2000er Jahre in das Räderwerk einer absurden deutschen Bürokratie gerät.

Ausgezeichnet wurde Abbas Khider bereits unter anderem mit dem Adelbert-von-Chamisso-Förderpreis (2010), dem Hilde-Domin-Preis für Literatur im Exil (2013), dem Nelly-Sachs-Preis der Stadt Dortmund (2013) und dem Spycher Literaturpreis Leuk 2016.

Creative Paper Conference 2016

16. September 2016

Inspiration zum Anfassen – so lautet das diesjährige Motto der Creative Paper Conference in München. Papierinnovationen, hochwertige Druckveredelungen, erstaunliche Printprojekte warten darauf, auf einem großen Messebereich entdeckt und erfühlt zu werden.

In zehn kreativen Vorträgen zeigt sich das ganze Spektrum erfolgreicher Kommunikation – von Editorial über Corporate Design, Buchgestaltung und Produktion, Siebdruck und Typgrafie. Leidenschaftliche Plädoyers, die inspirieren und mitreißen sollen.

Ort: Alte Kongresshalle München (Theresienhöhe 15, 80339 München)

27.10. – 28.10.2016

Weitere Informationen finden Sie hier.

Sind Sie Einzelkind oder Großfamilie?

14. September 2016
© Börsenverein des Deutschen Buchhandels e.V.


© Börsenverein des Deutschen Buchhandels e.V.

‚If fonts were people‘ – Diese Illustrationen erwecken Schriftarten zum Leben

12. September 2016

Jede Schrift hat ihren eigenen Charakter. Wie dieser jeweils aussehen könnte, diesem Phänomen haben sich die Macher des Blogs “Love & Robots” angenommen und mit ihrer illustrativen Serie “If Fonts Were People” beliebte Fonts vermenschlicht.
Zur Galerie geht es hier entlang.

Petition: Für das Wort und die Freiheit #FreeWordsTurkey / Bundesregierung und EU-Kommission müssen Meinungsfreiheit in der Türkei einfordern

08. September 2016

Die türkische Regierung geht derzeit vehement gegen die Freiheit des Wortes vor. Seit dem Putschversuch vor sechs Wochen werden regierungskritische Autoren, Journalisten, Verleger und andere Medien- und Kulturschaffende massiv drangsaliert und verfolgt. Mindestens 60 Journalisten und Autoren wurden verhaftet, mehr als 130 Medienhäuser wurden geschlossen, darunter 45 Zeitungen, 29 Buchverlage und 15 Magazine. Damit spitzt sich die bereits angespannte Situation für Journalisten, Autoren und Verlage in der Türkei weiter zu.

Der Börsenverein des Deutschen Buchhandels startet deshalb gemeinsam mit dem PEN-Zentrum Deutschland und Reporter ohne Grenzen die Kampagne „Für das Wort und die Freiheit #FreeWordsTurkey“. Gemeinsam rufen sie dazu auf, eine Online-Petition an die Bundesregierung und die EU-Kommission zu unterzeichnen. Darin appellieren sie an Bundeskanzlerin Angela Merkel und EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker, die Meinungs-, Informations- und Pressefreiheit in ihren Entscheidungen, Handlungen und Äußerungen kompromisslos und aktiv einzufordern und sie nicht zum Verhandlungsgegenstand zu machen. Die drei Organisationen fordern die Verantwortlichen dazu auf, ihre Politik gegenüber der Türkei und anderen Ländern, in denen die Meinungsfreiheit massiv eingeschränkt wird, zu überprüfen. Außerdem fordern sie schnelle Hilfe für verfolgte Journalisten und Autoren, zum Beispiel durch die unbürokratische Ausstellung von Nothilfe-Visa.

Verlage, Buchhandlungen und andere Medienunternehmen unterstützen die Kampagne aktiv. Unternehmen schalten ihren Webseiten ein Bild mit der Aktionsbotschaft „Für das Wort und die Freiheit #FreeWordsTurkey“ vor. Buchhandlungen rufen ihre Kundinnen und Kunden in den kommenden Tagen mit Plakaten in ihren Läden zur Teilnahme an der Petition auf. Die drei Organisationen fordern Partnerorganisationen im In- und Ausland dazu auf, sich der Kampagne anzuschließen und die Petition zu verbreiten.

Die Petition finden Sie hier.

Lesung mit Überraschungsfaktor: Deutsche Bank Stiftung präsentiert nominierten Roman für den Deutschen Buchpreis

05. September 2016

Literarisches Blind-Date im Herzen Frankfurts: Am 16. September 2016 liest eine Kandidatin oder ein Kandidat für den Deutschen Buchpreis 2016 in der Zentrale der Deutschen Bank in Frankfurt am Main aus dem nominierten Werk. Um wen es sich handelt, wissen die Gäste im Vorfeld nicht. Sie erfahren erst vor Ort, welche oder welchen der 20 Autorinnen und Autoren, deren Titel auf der Longlist für den Preis stehen, sie an dem Abend treffen werden.

Die Lesung wird veranstaltet von der Deutsche Bank Stiftung, die seit 2014 Förderer des Deutschen Buchpreises ist. Moderiert wird der Abend von Dr. Torsten Casimir, Chefredakteur des Fachmagazins der Buchbranche „Börsenblatt“. Der Eintritt ist kostenlos, um Anmeldung per E-Mail an die Deutsche Bank Stiftung (office.dbstiftung@db.com) bis 9. September wird gebeten. Aufgrund der begrenzten Kapazität werden die Plätze nach Eingang der Anmeldung vergeben.

Termin: 16. September 2016, 19:00 Uhr
Ort: Deutsche Bank, Forum 1, Taunusanlage 12, 60325 Frankfurt am Main
Anmeldung: Bis 9. September 2016 per Mail an office.dbstiftung@db.com, Eintritt frei